Auf dieser Webseite wollen wir, Detlev und Ute Stummeyer, Enkelin von Paul und Käte Bosse, an das Schicksal der Großeltern erinnern, an ihren Leidensweg im Deutschland des "Dritten Reiches", an die bis heute nur halbherzig erfolgte Aufarbeitung dieser Geschichte durch die Nachfolger der damals Verantwortlichen: den Vertretern der Lutherstadt Wittenberg, der evangelischen Kirche in Wittenberg und des Krankenhauses "Paul-Gerhardt-Stift".
Statt sich der historischen Verantwortung zu stellen, wird noch heute (2017) mit Absicht fälschlich behauptet, der Zeitpunkt der Kündigung ihres Chefarztes Dr. Paul Bosse Ende 1933 durch die Paul-Gerhardt-Stiftung sei nach seinem Arbeitsvertrag von 1922 rechtmäßig gewesen. Diese Kündigung mit dem Entzug des kirchlichen Schutzes war der erste Schritt seines Rauswurfs aus der Klinik und der sichtbare Beginn der antisemitischen Verfolgung der Familie, die in der Ermordung seiner Frau kulminierte.

Käte Bosse, Lutherische Christin mit jüdischen Urgroßeltern, wurde am 16. Dezember 1944 im KZ Ravensbrück ermordet. Mit ihrem Mann, Paul Bosse, verband sie eine bis in die Kindheit zurückreichende große Liebe. Er überlebte sie nur kurz,
starb im März 1947.

Dr. Paul Bosse war langjähriger Chefarzt des Paul-Gerhardt-Stiftes. Ihm wurde Ende 1933 als "jüdisch versippt" gekündigt. 1936 eröffnete er seine "Privatklinik und Entbindungsanstalt Dr. Bosse", die Bosse-Klinik, die auch überregional hohes Ansehen genoss und bis 1996 bestand. Seine wissenschaftliche Arbeit wird in dem Beitrag über Sulfonamide im Nationalsozialismus gewürdigt.


  Diese Website ist noch im Aufbau. 
Bisher sind auf diesen Seiten  Texte und Materialien zu finden:
  Familiengeschichte Ein erster Text stellt einen von Paul Bosse im Jahr 1946 geschriebenen Lebenslauf vor.

  Paul-Gerhardt-Stiftung Die Kündigung des Arbeitsvertrages von Dr. Paul Bosse durch die Paul-Gerhardt-Stiftung.

  Aufarbeitung in der Geschichte Die bisherige Aufarbeitung ihrer Geschichte durch die Paul-Gerhardt-Stiftung zeigt im Zusammenhang mit den Ereignissen um Paul Bosse und seine Familie noch große Lücken, Beschönigungen, Rechtfertigungen und sogar Falschdarstellungen. Hier werden diese Aussagen den Fakten gegenüber gestellt.

  Sulfonamide im Nationalsozialismus - Aufsatz über die wissenschaftliche Arbeit von Dr. Paul Bosse:
"Forschungen zum lokalen Einsatz von Sulfonamiden bei Kriegsverletzten"
- Aufsatz über den Nobelpreisträger Gerhard Domagk

  Dokumente Hier finden sich Kopien von Dokumenten über die Kündigung und das Ausscheiden von Dr. Paul Bosse  aus dem Paul-Gerhardt-Stift Wittenberg sowie  Kopien von persönlichen Schreiben Paul Bosses.

  Links Die Links führen auf Wikipedia-Einträge, auf weitere Websites sowie auf verschiedene Artikel in Medien über Mitglieder der Familie Bosse und über die gegenwärtigen Bemühungen der Aufarbeitung der geschichtlichen Ereignisse.
Stand: 12.05.2019
URL:
www.paul-und-kaete-bosse.de/index.html

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